EO ist ein bildgewaltiger Appell des polnischen Regisseurs Jerzy Skolimowski, die Natur zu respektieren und zu lieben. Der Film erzählt seine Geschichte aus der Perspektive eines Esels, der auf einem Roadtrip durch verschiedene Lebenssituationen gerät. Dabei begegnet der Esel EO sowohl guten als auch schlechten Menschen.
Der Regisseur nutzt diesen besonderen Blickwinkel, um einen schonungslosen Kommentar über den Umgang des Menschen mit Tieren abzugeben. Zirkusdompteure, Jäger, Tiertransporteure und selbst der einfache Salami-Esser werden ungeschönt vorgeführt. Skolimowski macht keinen Hehl daraus, was er vom menschlichen Verhalten gegenüber Tieren hält, und dieser Vorwurf zieht sich wie ein roter Faden durch den Film.
Der Film ist visuell beeindruckend und transportiert seine Botschaft eindringlich, aber leider bleibt er aufgrund seiner Präsentation fernab des großen Publikums. Genau der Teil der Gesellschaft, der auf sein “tägliches Schnitzel” pocht und am meisten von dieser Geschichte lernen könnte, wird den Film wohl nicht sehen.
EO ist ein ungewöhnliches und mutiges Werk, das berührt und gleichzeitig provoziert – ein sehenswerter Film, der nachhallt.