“Saturday Night” (2024) ist ein interessantes Zeitdokument über die Entstehung der ikonischsten TV-Comedy-Sendung aller Zeiten. Regisseur Jason Reitman zeigt jedoch nicht die Show selbst, sondern konzentriert sich auf die turbulenten Stunden vor der Ausstrahlung der allerersten Sendung – eine Sendung, die nach den Plänen der NBC-Bosse eigentlich nie hätte live gehen sollen.
Das Schauspiel-Ensemble ist herausragend, teils schon gruselig nah an den echten Persönlichkeiten. Besonders die Darstellungen von Chevy Chase, John Belushi und Dan Aykroyd sind verblüffend authentisch. Allerdings führt das filmische Konzept, die chaotische Entstehung einer konzeptlosen Sendung abzubilden, auch zu erzählerischen Schwächen. Oft wirkt das Geschehen zu verworren, besonders für Nicht-Amerikaner, die mit der Kult-Sendung weniger vertraut sind. Das erzählte Chaos führt zudem zu einigen deutlichen Längen, wodurch der Film stellenweise uninspiriert wirkt.
Die Inspiration kommt dann endlich im fulminanten Finale: In den letzten Momenten wird Saturday Night leidenschaftlich, inspirierend und wirklich unterhaltsam – ein gelungener Abschluss eines Films, der zwar einige Schwächen hat, aber als Hommage an die Geburtsstunde einer Kultshow dennoch sehenswert bleibt.