Der Wilde (Originaltitel:
The Wild One) ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1953 unter der Regie von
László BenedekLászló Benedek
* 05. März 1905† 11. März 1992
László Benedek (* 5. März 1905 in Budapest; † 11. März 1992 in New York) war ein ungarisch-amerikanischer Filmregisseur.\r\n\r\nBenedek arbeitete zunächst als Drehbuchautor und Schnittmeister beim ungarischen und österreichischen Film (Csibi, der Fratz). Der US-amerikanische Filmproduzent Louis B. Mayer half dem jüdischen Filmschaffenden vor dem sich abzeichnenden Zweiten Weltkrieg bei der Flucht aus Ungarn in die USA, wo er 1937 eintraf. Mayer holte ihn nach Hollywood und gab ihm 1944 die Chance, erstmals bei einem Film Regie zu führen. Seinen Durchbruch hatte Benedek 1951 mit der Verfilmung von Arthur Millers Theaterstück Der Tod eines Handlungsreisenden mit Fredric March in der Rolle des Willy Loman. 1952 wurde er für diesen Film als \Bester Regisseur\ mit dem Golden Globe Award ausgezeichnet. 1953 sorgte er mit seinem Jugendrockerfilm Der Wilde, bei dem Marlon Brando die Hauptrolle spielte, für einen Skandal. Die öffentliche Vorführung des Films wurde in Großbritannien sogar verboten und blieb es bis 1968. Dennoch war der Film sein erfolgreichster an der Kinokasse.\r\n\r\nBenedek sprach mehrere Sprachen und arbeitete als Regisseur auch in Deutschland und in Frankreich. In den 1960er-Jahren drehte er hauptsächlich Episoden für Fernsehserien.
. Die Hauptrolle spielte
Marlon BrandoMarlon Brando
* 03. April 1924† 01. Juli 2004
, der in der Rolle des Anführers einer
Rockerbande zu einem Idol der "
Halbstarken" wurde.
[Sebastian Kurme: Halbstarke: Jugendprotest in den 1950er Jahren in Deutschland und den USA. Campus Verlag, 2006, ISBN 3-593-38175-3.] Der finanziell erfolgreiche Film hatte großen Einfluss auf die Jugendkultur der 1950er Jahre.
[Katja Scherl: "Det is doch wie Kino." Marlon Brandos "Der Wilde" als Vor- und Abbild jugendlicher Subkultur. In: Tanja Thomas (Hrsg.): Medienkultur und soziales Handeln. VS Verlag, 2008, ISBN 3-531-15128-2, S. 119 ff.]