Die
Selbstidentität (lateinisch
identitas) bezeichnet das bewusste Bild und das ganzheitliche Verständnis, das eine Person von ihrem eigenen Wesen, ihren Werten, ihrer Kontinuität und ihrer Rolle im sozialen Gefüge besitzt. In narrativen Medien dient die Entwicklung, Infragestellung oder Zersplitterung der
Selbstidentität häufig als zentraler
Konflikt, insbesondere bei Figuren, die durch
GedächtnisverlustEin Gedächtnisverlust bezeichnet den teilweisen oder vollständigen Verlust von Erinnerungen an vergangene Erlebnisse sowie die Unfähigkeit, neue Informationen im Langzeitgedächtnis abzuspeichern. In audiovisuellen Medien fungiert der Gedächtnisverlust als populäres narratives Element, um die Identitätssuche einer Hauptfigur zu fokussieren, psychologische Konflikte zu vertiefen oder eine unzuverlässige Erzählperspektive zu etablieren. Klassische Beispiele für filmische Umsetzungen, in denen ein Gedächtnisverlust die Handlung maßgeblich bestimmt, sind der Psychothriller Memento (2000), der Actionthriller Die Bourne Identität (The Bourne Identity, 2002) oder die Tragikomödie 50 erste Dates (50 First Dates, 2004).
, gesellschaftlichen Druck oder künstliche Existenz mit existenziellen Krisen konfrontiert werden. Typische Beispiele für die Auseinandersetzung mit der
Selbstidentität finden sich in Filmen wie
Die Bourne IdentitätDie Bourne Identität (2002)
119 min • ø-Rating: 7.8
Von: Doug Liman
Mit: Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper
Ein junger Mann wird halb tot, mit 2 Kugeln im Rücken und totaler Amnesie von Fischern aus dem Mittelmeer gezogen. Die Suche nach seinem Ich und seiner Vergangenheit führt ihn nach Zürich, wo er in einem Schließfach Hinweise auf seine Identität findet. Er ist Jason Bourne und auf der Flucht vor seinem ehemaligen Arbeitgeber, der CIA. Schon haben sich Agenten an seine Versen geheftet um ihn aus dem Weg zu räumen, doch mit Hilfe der Touristin Marie gelingt ihm fürs erste die Flucht...
(The Bourne Identity, 2002),
Blade Runner 2049Blade Runner 2049 (2017)
164 min • ø-Rating: 8.1
Von: Denis Villeneuve
Mit: Ryan Gosling, Harrison Ford, Ana de Armas
Im Jahr 2023 wird die Herstellung von Replikanten - künstlichen Menschen, die zum Einsatz in den Weltall-Kolonien gezüchtet werden - nach mehreren schwerwiegenden Vorfällen verboten. Als der brillante Industrielle Niander Wallace ein neues, verbessertes Modell, den "Nexus 9", vorstellt, wird die Produktion 2036 jedoch wieder erlaubt. Um ältere und somit nicht zugelassene Replikanten-Modelle, die sich auf der Erde verstecken, aufzuspüren und zu eliminieren, ist weiterhin die sogenannte "Blade Runner"-Einheit des LAPD im Einsatz, zu der auch K gehört. Bei seiner Arbeit stößt K auf ein düsteres, gut gehütetes Geheimnis von enormer Sprengkraft, das ihn auf die Spur eines ehemaligen Blade Runners bringt: Rick Deckard, der vor 30 Jahren aus Los Angeles verschwand ...
(2017) sowie dem
Coming-of-AgeComing-of-Age (aus englisch to come of age "erwachsen werden, heranwachsen") bezeichnet ein narratives Genre in Literatur, Film und anderen Medien, das sich mit den Herausforderungen und Entwicklungen des Erwachsenwerdens befasst. Coming-of-Age thematisiert oft Identitätsfindung, emotionale Reifung, soziale Konflikte oder erste Erfahrungen mit Liebe, Verlust und Selbstständigkeit aus der Perspektive junger Protagonistinnen und Protagonisten. Bekannte Beispiele sind Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986), Lady Bird (2017) und Call Me by Your Name (2017).
-Drama
MoonlightMoonlight (2016)
111 min • ø-Rating: 8.0
Von: Barry Jenkins
Mit: Trevante Rhodes, André Holland, Janelle Monáe
Der neunjährige, "Little" genannte Chiron (Alex R. Hibbert) spricht nicht viel. Er frisst den Kummer in sich hinein, den seine alleinerziehende Mutter Paula (Naomie Harris) mit ihrer Cracksucht verursacht. Es braucht eine Ersatzfamilie, den Drogenhändler Juan (Mahershala Ali) und dessen Freundin Teresa (Janelle Monáe), damit sich der Junge langsam öffnet. Als Teenager (Ashton Sanders) hat Chiron dann starke Probleme an der Highschool - weil er anders ist, mit seinem besten Kumpel und Schulkameraden Kevin (Jharrel Jerome) die ersten homosexuellen Erfahrungen macht. Schließlich, mit Ende 20, hat Chiron die Opferrolle abgelegt. Er nennt sich Black (Trevante Rhodes) und macht sein Geld als Drogendealer. Ein überraschender Anruf von Kevin (André Holland) aber löst etwas in ihm aus: Der Freund von früher, inzwischen ein Koch, bittet Black, ihn in Miami zu besuchen...
(2016).