Ein
Idiot bezeichnet eine Figur, die durch mangelnde
IntelligenzKeine Beschreibung verfügbar
, soziale
UnbeholfenheitUnbeholfenheit (englisch awkwardness) bezeichnet ein unsicheres, ungeschicktes oder sozial unangemessenes Verhalten, das aus mangelnder Erfahrung, gehemmter Selbstwahrnehmung oder eingeschränkter körperlicher Koordination hervorgehen kann. Als Figurenattribut erzeugt sie je nach Kontext Situationskomik, Fremdscham oder verletzliche Nähe: Die romantische Komödie Der Stadtneurotiker (Annie Hall, 1977) macht sprachliche Unbeholfenheit zum Ausdruck emotionaler Unsicherheit, die Büroserie Stromberg (2004) enthüllt durch soziale Unbeholfenheit Machtstreben und Selbsttäuschung, und die Tragikomödie Lars und die Frauen (Lars and the Real Girl, 2007) deutet sie als Folge von Isolation und seelischer Überforderung.
oder eine extreme
NaivitätKeine Beschreibung verfügbar
auffällt und oft als Projektionsfläche für gesellschaftliche Kritik oder als Quelle für
Situationskomik dient. Die Darstellung eines
Idioten kann dabei von der tragischen Unschuld bis hin zur bewussten Verweigerung gesellschaftlicher Normen reichen, wobei der Begriff oft provokativ genutzt wird, um die vermeintliche Normalität der Umgebung zu hinterfragen. In der
FilmgeschichteDie Filmgeschichte zeichnet die Entwicklung des Films nach, der neben der Musik, der Literatur und der bildenden Kunst eine eigenständige Kunstform darstellt. Die Filmgeschichte erstreckt sich von den frühesten technischen Errungenschaften über die ständige stilistische Weiterentwicklung bis hin zum jetzigen Stand des Films. Dabei wird versucht, die komplizierten Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Politik und Ästhetik aufzulösen.
wird der
Idiot häufig als eine Art
Heiliger Narr inszeniert, dessen Einfalt eine tiefere Wahrheit offenbart, wie es etwa in
IdiotenIdioten (1998)
117 min • ø-Rating: 6.7
Von: Lars von Trier
Mit: Bodil Jørgensen, Jens Albinus, Anne Louise Hassing
Durch Zufall gerät die zurückhaltende Karen in eine Gruppe junger Leute, die sich zu einem radikalen Experiment entschieden hat. Angestachelt vom Spießerhasser Stoffer geben sie sich in der Öffentlichkeit als "Idioten" aus und provozieren bei so genannten "Behindertenausflügen" durch lautes, aggressives Verhalten ihre Mitmenschen. Karen wird sofort in die unkonventionelle Kommune integriert, die gemeinsam in ein leer stehendes Haus gezogen ist, wo sie alle Freiheiten bis hin zum Gruppensex hemmungslos auslebt. Als Stoffer seine Anhänger tiefer in das Experiment drängt und fordert, auch in privaten und beruflichen Beziehungen den "Idioten" zu spielen, zerfällt die Gruppe. Alle geben auf, bis auf eine...
(Idioterne, 1998) von
Lars von TrierLars von Trier
* 30. April 1956
Lars von Trier (geboren als Lars Trier am 30. April 1956 in Kopenhagen) ist ein dänischer Filmregisseur und Drehbuchautor. Er ist unter anderem Gewinner der Goldenen Palme von Cannes. Lars von Trier gilt als Enfant terrible der Filmindustrie. Bereits sein Dogma-Film Idioten (1998) sorgte mit einer Kombination aus expliziten sexuellen Darstellungen und dem provozierenden Irrsein der Figuren für einen internationalen Skandal. Auch sein Werk Antichrist wurde aufgrund der expliziten und extrem gewalttätigen Darstellung kontrovers diskutiert. Die Welt nannte ihn den »meistgehassten Film« des Jahres. Von Trier gab an, seit längerer Zeit unter Depressionen gelitten zu haben und einen Teil davon in seinen Filmen zu verarbeiten. In Cannes hatte er wiederholt mit pornografischen oder gewalttätigen Szenen in seinen Filmen oder kontroversen Äußerungen provoziert. In einem Interview der Zeit sagte er unter anderem: »Meine Familie hatte sehr genaue Vorstellungen von Gut und Böse, von Kitsch und guter Kunst. Mit meiner Arbeit stelle ich all das infrage. Ich provoziere nicht nur die anderen, ich erkläre mir, meiner Erziehung, meinen Werten, auch ständig selbst den Krieg. Und ich attackiere die Gutmenschen-Philosophie, die in meiner Familie herrschte.«
,
Forrest GumpForrest Gump (1994)
142 min • ø-Rating: 8.6
Von: Robert Zemeckis
Mit: Tom Hanks, Robin Wright, Gary Sinise
Von seiner Mutter rückhaltlos unterstützt, macht sich der geistig ein wenig zurückgebliebene Forrest Gump in die Welt auf. Er bringt Elvis seinen Tanzstil bei, findet in der jungen Jenny eine echte Freundin, wird aufgrund seines Laufvermögens ein Football-Star, steht im Vietnamkrieg seinen Mann, rettet seinen Vorgesetzten Dan Taylor vor dem sicheren Tod und wird schließlich im Shrimps-Business zum Millionär. Doch all die Zeit kann er seine große Liebe Jenny nicht vergessen.
(1994),
Being There - Willkommen Mr. Chance (Being There, 1979) oder
Der IdiotDer Idiot (1951)
166 min • ø-Rating: 6.9
Von: Akira Kurosawa
Mit: Setsuko Hara, Masayuki Mori, Toshirō Mifune
Nachdem Kameda im Krieg nur um Haaresbreite vor einer Hinrichtung begnadigt wurde, ist er ein anderer Mensch. Alles böse, egoistische und falsche in seinem Charakter ist einem grenzenlosen Mitleid und unbeingter Offenheit gewichen - was von seinen Mitmenschen als Idiotie diagnostiziert wurde. Bald gerät er jedoch zwischen die Fronten, als seine Zuneigung sowohl eine ehemalige Konkubine als auch ein junges Mädchen für ihn einnimmt.
(Hakuchi, 1951) nach
Fjodor Dostojewski thematisiert wird.