Das Attribut
subjektiv (lateinisch
subiectivus "untergeworfen", zum
Subjekt gehörig) beschreibt eine Wahrnehmung, Bewertung oder Darstellung, die von persönlichen Gefühlen, individuellen Interessen, Vorurteilen oder der Perspektive eines einzelnen Betrachters geleitet wird. In audiovisuellen Medien wird eine
subjektiv gestaltete Erzählweise gezielt eingesetzt, um das Publikum unmittelbar in die emotionale Innenwelt, die eingeschränkte Wahrnehmung oder die psychische Verfassung einer bestimmten Figur hineinzuziehen. Markante filmische Beispiele, die eine stark
subjektiv geprägte Perspektive oder eine unzuverlässige
Erzählhaltung nutzen, sind der Psychothriller
Fight ClubFight Club (1999)
139 min • ø-Rating: 8.4
Von: David Fincher
Mit: Edward Norton, Brad Pitt, Helena Bonham Carter
Ein Yuppie findet beim charismatischen Tyler Durden Unterschlupf, nachdem seine Wohnung in die Luft gejagt wird. Ein Gerangel zwischen den beiden entwickelt sich zu einer Schlägerei, die mit der Erkenntnis endet, dass man sich nach einer ordentlichen Portion Prügel einfach besser fühlt. Der "Fight Club" ist geboren. Immer mehr Männer versammeln sich, um sich zu schlagen - und gestärkt in den Alltag zu gehen. Wie ein Virus greift das Konzept um sich, doch für Tyler ist der Kampfverein nur die erste Stufe, um die USA in die Knie zu zwingen.
(1999), das Charakterdrama
Shutter IslandShutter Island (2010)
138 min • ø-Rating: 7.8
Von: Martin Scorsese
Mit: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley
1954 soll der U.S. Marshall Teddy Daniels das Verschwinden eines Patienten aus dem Bostoner Shutter Island Ashecliffe Hospital aufklären. Er hat sich aus persönlichen Gründen um diesen Auftrag bemüht, aber schon bald muss er sich fragen, ob er nicht durch die Ärzte manipuliert wurde, deren Methoden von unethisch über illegal bis skrupellos gehen. Teddys scharfsinnige Ermittlungsmethoden führen rasch zu einer vielversprechenden Spur, aber das Hospital verweigert ihm Zugriff auf Informationen, die den Fall erhellen könnten. Als ein Hurrikan die Verbindung zum Festland unterbricht, "entkommen" weitere gefährliche Kriminelle in dem Chaos und die verwirrenden Hinweise mehren sich, so dass Teddy an allem zu zweifeln beginnt - seinem Gedächtnis, seinem Partner und sogar seinem eigenen Verstand.
(2010) sowie das Mystery-Drama
MementoMemento (2000)
113 min • ø-Rating: 8.5
Von: Christopher Nolan
Mit: Guy Pearce, Carrie-Anne Moss, Joe Pantoliano
Leonard Shelby hat bei einem Unfall sein Kurzeitgedächtnis verloren. Zwar weiß er, wer er ist, doch er kann sich keine Namen, keine Begegnungen länger als ein paar Minuten merken. Sein Leben besteht aus einem Berg Notizen, Fotos und Tätowierungen, mit denen sein Körper übersät ist. Der Film beginnt mit einem Mord, festgehalten auf einem Polaroid. Der einzige Hinweis, dass Shelby den Mord begangen hat. Ein Mann ohne Gedächtnis kann von seiner Umwelt leicht missbraucht werden. Shelby versucht aus dem Wirrwarr von Notizen und Fotos das Geschehen zu entschlüsseln. Wenn er vor dem Spiegel steht, sieht er die Tätowierung: Finde den Mörder deiner Frau. Töte ihn.
(2000).