Eine
romantische Zurückweisung bezeichnet die ausdrückliche oder mittelbare Ablehnung eines Liebesgeständnisses, Annäherungsversuchs oder Beziehungswunsches durch die umworbene Person. Als dramaturgisches Motiv erzeugt sie
Konflikt, verändert Figurenbeziehungen und kann unerwiderte Liebe, verletzten Stolz oder persönliche Reifung sichtbar machen. Die Liebeskomödie
Harry und SallyHarry und Sally (1989)
96 min • ø-Rating: 8.0
Von: Rob Reiner
Mit: Billy Crystal, Meg Ryan, Carrie Fisher
Harry nervt Sally und Sally nervt Harry. Das war während ihrer gemeinsamen unfreiwilligen 18-Stunden-Fahrt nach New York so, und bleibt auch so fünf Jahre später, als sie sich zufällig im Flugzeug treffen. Weitere fünf Jahre später - beide im Beziehungsfrust - tritt das ungleiche Paar mehr aus Not den Gegenbeweis für Harrys Lieblingsthese an: "Männer und Frauen können nie Freunde sein - der Sex kommt ihnen immer in die Quere." Und wie in jeder guten Komödie merken die beiden als allerletzte, dass sie im Grunde füreinander geschaffen sind.
(When Harry Met Sally..., 1989) verzögert durch
romantische Zurückweisung die Paarbildung, das Filmdrama
Die fabelhafte Welt der AmélieDie fabelhafte Welt der Amélie (2001)
122 min • ø-Rating: 8.3
Von: Jean-Pierre Jeunet
Mit: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus
Im Herzen von Paris arbeitet die schüchterne Amelie als Kellnerin in einem kleinen Straßencafe. Eine Wendung nimmt das vergleichsweise ereignisarme, von kuriosen Alltagsbeobachtungen gewürzte Leben der jungen Frau, als sie eine Schachtel mit Kindheitserinnerungen eines Fremden entdeckt und dem ursprünglichen Besitzer damit große Freude bereitet. Fortan macht es sich Amelie zur Lebensaufgabe, helfend in das Schicksal ihrer Mitmenschen einzugreifen. Nur als es um das eigene Liebesglück geht, scheint ihr Talent zu versagen.
(Le Fabuleux Destin d'Amélie Poulain, 2001) verknüpft sie mit emotionaler Unsicherheit, und die Tragikomödie
(500) Days of Summer(500) Days of Summer (2009)
95 min • ø-Rating: 7.7
Von: Marc Webb
Mit: Joseph Gordon-Levitt, Zooey Deschanel, Geoffrey Arend
Tom ist in Summer verliebt. Seit sie die Schwelle zur Grußkartenfirma, in der er arbeitet, überschritten hat, ist sich der Möchtegern-Architekt sicher: Summer ist die Frau, mit der er sein restliches Leben verbringen möchte. Doch Toms Traumfrau glaubt weder an die Liebe, noch will sie eine Beziehung führen. Abgesehen von diesem fundamentalen Widerspruch haben Summer und Tom jedoch so viele Gemeinsamkeiten, dass sich aus der Bürobekanntschaft bald eine Freundschaft mit Extras entwickelt. Als Summer die Quasi-Beziehung nach 500 Tagen himmlischer Höhen und traumatischer Tiefen schließlich beendet, ruft sich Tom die prägendsten Momente ihres Zusammenseins immer wieder vor Augen, um herauszufinden, warum sein Happily Everafter ein solch jähes Ende fand…
((500) Days of Summer, 2009) nutzt sie zur Korrektur idealisierter Liebesvorstellungen.