Eine
gelegentliche Prostitution beschreibt die Ausübung sexueller Dienstleistungen gegen Entgelt, die nicht als dauerhafter Haupterwerb, sondern unregelmäßig oder in finanziellen
Notsituationen erfolgt. In filmischen Erzählungen wird die
gelegentliche Prostitution häufig genutzt, um den sozialen Abstieg einer Figur oder die
Doppelmoral bürgerlicher Lebensentwürfe zu thematisieren, wobei die Grenzen zwischen
PrivatlebenDas Privatleben (von lateinisch privatus "abgesondert, bürgerlich") bezeichnet den persönlichen Lebensbereich eines Individuums, der der öffentlichen Einsicht und staatlichen Kontrolle entzogen ist. In audiovisuellen Medien dient die Darstellung vom Privatleben oft dazu, die Charakterentwicklung voranzutreiben oder den Kontrast zwischen einer öffentlichen Persona und den persönlichen Konflikten einer Figur aufzuzeigen. Beispiele für die thematische Auseinandersetzung mit dem Privatleben finden sich in der Serie The Crown (2016), dem Drama Das Leben der Anderen (2006) von Florian Henckel von Donnersmarck oder dem Film Truman Show (The Truman Show, 1998).
und Erwerbstätigkeit verschwimmen. Markante Beispiele für die Darstellung einer
gelegentlichen Prostitution finden sich in Filmen wie
Belle de jour - Schöne des TagesBelle de jour - Schöne des Tages (1967)
101 min • ø-Rating: 7.8
Von: Luis Buñuel
Mit: Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli
Séverine Sérizy ist eine glücklich verheiratete Hausfrau. Nur im Bett ist sie mit ihrem Mann Pierre nicht zufrieden. Befriedigung findet sie lediglich in ihren Tagträumen, in denen sie Fesselspielen und anderen Sadomaso-Praktiken nachgeht. Als das aber auch nicht mehr ausreicht, beginnt Séverine nachmittags als Prostituierte zu arbeiten. Im Etablissement von Madame Anaïs kann sie ihren erotischen Vorlieben freien Lauf lassen, ohne dass ihr Mann etwas davon weiß. Alles geht gut, bis Henri Husson ein Freund ihres Mannes, Séverine in dem Bordell entdeckt. Jetzt weiß sie nicht mehr, wie sie unbeschadet aus der Angelegenheit herauskommt. Außerdem ist Marcel ein Kunde des Bordells, so vernarrt in sie, dass er alles dafür tut, um Séverine dauerhaft für sich zu gewinnen.
(Belle de jour, 1967),
Jung & SchönJung & Schön (2013)
95 min • ø-Rating: 6.6
Von: François Ozon
Mit: Marine Vacth, Géraldine Pailhas, Charlotte Rampling
Im Sommerurlaub, wenige Tage vor ihrem 17. Geburtstag, schläft die hübsche Isabelle das erste Mal mit einem Jungen. Für viele Mädchen ein großes Ereignis, lässt sie diese Nacht jedoch völlig kalt. Dennoch erkennt sie die Möglichkeiten, die der Austausch körperlicher Zärtlichkeiten ihr bietet: Mit Beginn des Schuljahres verabredet sie sich mit meist älteren Männern, die sie für Sex bezahlen. 300 Euro pro Nacht lassen es sich die Männer kosten. Während Isabelle an immer mehr Geld kommt, ahnen weder Eltern noch Freunde etwas von ihrem Doppelleben. Nach einem tragischen Zwischenfall kann sie ihr Geheimnis jedoch nicht mehr verbergen und ihre Nachmittagsbeschäftigung fliegt auf. Da Isabelle selbst nicht dazu Stellung bezieht, sondern beharrlich schweigt, ergeht sich ihre Mutter vornehmlich in Selbstvorwürfen.
(Jeune & Jolie, 2013) oder
Die gesellschaftliche Rolle des Engels (2011).