Paranoid (altgriechisch παράνοια
paranoia "Wahnsinn") beschreibt einen psychischen Zustand, der durch unbegründetes
MisstrauenVertrauen bezeichnet die subjektive Überzeugung (oder auch das Gefühl für oder Glaube an die) von der Richtigkeit, Wahrheit von Handlungen, Einsichten und Aussagen bzw. der Redlichkeit von Personen. Vertrauen kann sich auf einen anderen oder das eigene Ich beziehen (Selbstvertrauen). Zum Vertrauen gehört auch die Überzeugung der Möglichkeit von Handlungen und der Fähigkeit zu Handlungen. Man spricht dann eher von Zutrauen. Als das Gegenteil des Vertrauens gilt das Misstrauen.
, intensive
FurchtÄngste beschreiben einen Zustand psychischer Anspannung oder Besorgnis angesichts einer Bedrohung und fungieren in der Filmkunst als einer der stärksten Motoren für Charakterentwicklung und Spannungsaufbau. In audiovisuellen Medien werden Ängste oft durch die Visualisierung des Unbewussten, klaustrophobische Räume oder akustische Dissonanzen erfahrbar gemacht, wobei das Genre des Horrorfilms und des Psychothrillers die Urängste des Publikums gezielt adressiert. Eindringliche filmische Auseinandersetzungen mit existenziellen Ängsten finden sich in dem Klassiker Ekel (Repulsion, 1965) von Roman Polanski, dem Animationsfilm Alles steht Kopf (Inside Out, 2015) von Pete Docter, der die Angst als personifizierte Emotion darstellt, oder dem modernen Horror-Drama Hereditary - Das Vermächtnis (Hereditary, 2018) von Ari Aster.
vor Verfolgung oder die irrige Annahme, dass andere Personen schädliche Absichten hegen, gekennzeichnet ist. In der Filmwelt wird ein
paranoider Charakter oft als zentrales Element genutzt, um Spannung zu erzeugen, die Wahrnehmung der Realität infrage zu stellen oder gesellschaftliche Überwachung zu thematisieren. Herausragende Beispiele für die filmische Darstellung eines
paranoiden Protagonisten finden sich in
A Beautiful Mind - Genie und WahnsinnA Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn (2001)
130 min • ø-Rating: 7.9
Von: Ron Howard
Mit: Russell Crowe, Jennifer Connelly, Ed Harris
Princeton Universität, 1947: Der hoch begabte, aber äußerst exzentrische John Nash sucht fieberhaft, fast krankhaft besessen, nach einer revolutionierenden Theorie in der Mathematik. Er schert sich wenig um seine Kommilitonen und die Konventionen der Universität. Und tatsächlich macht er eines Tages die alles entscheidende Entdeckung. Mit seiner Karriere geht es fortan steil bergauf, und Nash bekommt eine Stelle als Forscher und Dozent. Da er zudem die außergewöhnliche Fähigkeit besitzt, innerhalb weniger Sekunden komplexe Codes zu knacken, übernimmt er immer häufiger Decodier-Aufgaben für den amerikanischen Geheimdienst. Doch der Stress, die Gefahr und die Heimlichkeiten seiner Tätigkeit fordern ihren Tribut: John leidet zunehmend unter Verfolgungswahn und wittert ständig Verschwörungen. Die erschütternde Diagnose: paranoide Schizophrenie. John droht alles zu verlieren: seine geliebte Frau, seinen Job und seinen Verstand…
(A Beautiful Mind, 2001),
Der DialogDer Dialog (1974)
113 min • ø-Rating: 8.2
Von: Francis Ford Coppola
Mit: Gene Hackman, John Cazale, Allen Garfield
Harry Caul ist Privatdetektiv, spezialisiert auf Abhöraktionen aller Art. Sein letzter Auftrag war nur Routine: Mit zwei Kollegen und ultrasensiblen, selbst konstruierten Peilmikrophonen nahm er einen Dialog auf, den Ann und Mark in der Mittagspause beim Spaziergang durch den Park in dem Glauben halten, völlig unbeobachtet zu sein. Auftraggeber ist der Chef der beiden. Caul gelingt es, jedes Wort aufzunehmen. Als er dem Direktor das Band übergeben will, ist allerdings nur dessen Assistent Martin Stett anwesend - Caul besteht allerdings auf einer persönlichen Übergabe. Der Dialog der beiden Personen geht ihm nicht mehr aus dem Kopf, obwohl er nicht weiß, worum es geht. Aber er hat eine Angst: Vor Jahren wurden drei Personen nach einem erfolgreichen Abhörmanöver ermordet. Caul fürchtet, dies könne auch in diesem Fall passieren und wird von Alpträumen geplagt...
(The Conversation, 1974) oder
Shutter IslandShutter Island (2010)
138 min • ø-Rating: 7.8
Von: Martin Scorsese
Mit: Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley
1954 soll der U.S. Marshall Teddy Daniels das Verschwinden eines Patienten aus dem Bostoner Shutter Island Ashecliffe Hospital aufklären. Er hat sich aus persönlichen Gründen um diesen Auftrag bemüht, aber schon bald muss er sich fragen, ob er nicht durch die Ärzte manipuliert wurde, deren Methoden von unethisch über illegal bis skrupellos gehen. Teddys scharfsinnige Ermittlungsmethoden führen rasch zu einer vielversprechenden Spur, aber das Hospital verweigert ihm Zugriff auf Informationen, die den Fall erhellen könnten. Als ein Hurrikan die Verbindung zum Festland unterbricht, "entkommen" weitere gefährliche Kriminelle in dem Chaos und die verwirrenden Hinweise mehren sich, so dass Teddy an allem zu zweifeln beginnt - seinem Gedächtnis, seinem Partner und sogar seinem eigenen Verstand.
(2010).