Eine
Geiselnahme bezeichnet die widerrechtliche Festsetzung einer Person, mit der Täter Forderungen gegenüber Dritten durchsetzen oder staatliche Stellen zu einem bestimmten Handeln zwingen wollen; von der
EntführungEntführung bezeichnet die gewaltsame oder widerrechtliche Verschleppung einer Person gegen ihren Willen, häufig mit dem Ziel der Erpressung, Machtausübung oder emotionalen Kontrolle. In Film und Fernsehen dient Entführung oft als zentrales Handlungsmotiv in Thrillern, Dramen oder Actionfilmen und erzeugt Spannung durch Bedrohung, Verfolgung oder Rettungsszenarien. Prominente Beispiele für Entführung als erzählerisches Element sind 96 Hours (Taken, 2008) oder Raum (Room, 2015), die unterschiedliche Perspektiven auf Opfer- und Täterrollen darstellen.
unterscheidet sie sich vor allem durch die Funktion der festgehaltenen Person als Druckmittel. Im Film erzeugt die
Geiselnahme ein räumlich und zeitlich verdichtetes Konfliktszenario, in dem
VerhandlungVerhandlung ist eine Gesprächsform über einen kontroversen Sachverhalt, die durch gegensätzliche Interessen der Parteien gekennzeichnet ist und einen Interessenausgleich beziehungsweise eine Einigung zum Ziel hat. Menschen verhandeln täglich, mit dem Arbeitgeber, Partner, Kindern, Händlern, und anderen. Dieses Verhandeln beeinflusst Preise, die wir bezahlen, das Einkommen oder auch wo man die nächsten Ferien verbringt.
, Gewaltandrohung und Befreiungsversuch aufeinander bezogen sind. Der Thriller
HundstageHundstage (1975)
124 min • ø-Rating: 8.5
Von: Sidney Lumet
Mit: Al Pacino, John Cazale, Charles Durning
Sonny und Sal wollen nachmittags eine Bank überfallen. Doch der Raub ist ein einziges Desaster: Erst bekommt ein weiterer Komplize Panik und haut ab, dann brauchen sie in der Bank zu lange, so dass die Polizei das Bankgebäude belagert, ehe sie entkommen können. Da der Raub bloß eine Verzweiflungstat war, sind die beiden schnell überfordert. Der clevere Sonny versucht jedoch mit allen Mitteln, das Ganze zu einem guten Ende zu bringen. Während er für die Polizei den entschlossenen Kidnapper gibt, behandelt er die Geiseln freundlich. Es beginnt ein Nervenkrieg, bei dem sich Sonny die Medien zunutze macht, auch wenn auf diese Weise seine Identität preisgegeben wird und sein Privatleben zum Stadtgespräch wird.
(Dog Day Afternoon, 1975) lässt eine missglückte
Geiselnahme öffentlich eskalieren, der
ActionfilmAction-Medien bezeichnen eine Kategorie von Unterhaltungsinhalten, die sich durch eine hohe Dosis an körperlicher Bewegung, schnellen Schnitten, intensiven Szenen und oftmals spektakulären Stunts auszeichnen. Der Fokus dieser Medien liegt auf der Erzeugung von Spannung und Aufregung beim Publikum, wobei die Handlung oft durch Konflikte und Kämpfe vorangetrieben wird. Beispiele für Action-Medien sind die Filme Stirb langsam (1988) und Mad Max: Fury Road (2015), die TV-Serie 24 (2001-2010, 2014) oder das Videospiel Uncharted (2007-2016).
Stirb langsamStirb langsam (1988)
131 min • ø-Rating: 8.2
Von: John McTiernan
Mit: Bruce Willis, Alan Rickman, Alexander Godunov
Eigentlich möchte der New Yorker Polizist John McClane dieses Weihnachten nur seine Noch-Ehefrau Holly, welche in Los Angeles in einer großen, erfolgreichen Firma Karriere gemacht hat, besuchen und das Fest mit den beiden gemeinsamen Kinder verbringen. Als die Feierlichkeiten im Nakatomi Plaza beginnen sollen, stürmt eine Gruppe von Terroristen das Hochhaus und nur John McClane schafft es ihnen zu entwischen. Lediglich bewaffnet mit ein paar Zigaretten und einem Walkie-Talkie, wodurch er den Funk der Geiselnehmer mithören kann, und mit Waffen, welche die Terroristen gelegentlich so rumliegen lassen, muss John nun nicht nur sein eigenes Leben retten, sondern möglichst auch das aller anderen Beteiligten. Und so beschließt er, die äußerst brutale Truppe auszumerzen und sich einen Terroristen nach dem anderen vorzuknöpfen. Während draußen dann schon die Polizei und das FBI stümperhaft versucht, das Gebäude zu stürmen, kämpft McClane ohne Schuhe gegen die 12 Aggressoren...
(Die Hard, 1988) tarnt einen Raubüberfall als terroristische
Geiselnahme, und das Filmdrama
7 Tage in Entebbe (Entebbe, 2018) rekonstruiert ihre politische und militärische Dimension.